Europa zu Gast in Berlin – unter diesem Motto stand die diesjährige Jahresversammlung des CARPE JUS – European Lawyers Network, die 2024 in der deutschen Hauptstadt stattfand. Unsere Kanzlei Hegewerk Rechtsanwälte hatte die große Freude, in diesem Jahr Gastgeberin des Treffens zu sein und Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa in Berlin willkommen zu heißen.
Der Auftakt der Jahresversammlung fand in unseren Kanzleiräumen in Charlottenburg statt. In persönlicher Atmosphäre stellten wir unsere Kanzlei und unsere Arbeit innerhalb des Netzwerks vor. Bei einem kleinen Empfang bot sich Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zum Wiedersehen und zum persönlichen Kennenlernen neuer Kolleginnen und Kollegen. Anschließend verlagerte sich das Geschehen auf die Spree: Bei einer gemeinsamen Fahrt mit einem privaten Schiff ging es von Charlottenburg aus in Richtung Berliner Zentrum. Die Fahrt durch die Stadt vom Wasser aus bot nicht nur eindrucksvolle Perspektiven auf Berlin, sondern auch den passenden Rahmen für anregende Gespräche in entspannter Umgebung. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Abendessen mit Blick über die Innenstadt aus.

















Am folgenden Tag stand Berlin als Rechts- und Geschichtsort im Mittelpunkt. Eine Führung durch das Kriminalgericht Moabit, das größte Strafgericht Europas, vermittelte eindrucksvolle Einblicke in den deutschen Justizalltag. Mit rund 1.000 Verhandlungen täglich ist dieser Ort ein zentraler Pfeiler der Strafrechtspflege und zugleich von großer historischer Bedeutung. Im weiteren Verlauf des Tages blieb Zeit, die Stadt zu erkunden, bevor eine Führung durch das Reichstagsgebäude auf dem Programm stand. Zwischen parlamentarischer Geschichte, moderner Architektur und politischer Gegenwart wurde deutlich, welche besondere Rolle Berlin für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und europäische Zusammenarbeit einnimmt.




Der dritte Tag war dem eigentlichen Kern der Zusammenkunft gewidmet: der Jahresversammlung von CARPE JUS. konzentrierter Arbeitsatmosphäre ging es um die typischen Themen, die ein internationales Kanzleinetzwerk bewegen – den Rückblick auf das vergangene Jahr, die wirtschaftliche Entwicklung, organisatorische Fragen sowie die strategische Ausrichtung für die Zukunft. Ein besonderer Moment war dabei der Wechsel im Präsidentenamt. Nach vielen Jahren engagierter und prägender Arbeit wurde der bisherige Präsident Christoph Gegenbauer verabschiedet, dem ein ausdrücklicher Dank für seinen außergewöhnlichen Einsatz gilt. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, CARPE JUS zu dem europaweit eng vernetzten Zusammenschluss zu entwickeln, der das Netzwerk heute ist. Die Präsidentschaft übernimmt nun Andreas Huber, dem die Mitglieder geschlossen ihr Vertrauen für die kommenden Jahre ausgesprochen haben. Ergänzt wurde das Programm durch einen Fachvortrag von Daniel Hoch zum Thema „Europäische Richtlinienumsetzungen 2021/2022 – der Hintergrund zum neuen Schuldrecht 2022“. Der Vortrag bot einen fundierten Überblick über die rechtlichen Neuerungen und deren praktische Auswirkungen und lieferte wertvolle Impulse für die grenzüberschreitende anwaltliche Arbeit. besonderen inhaltlichen und emotionalen Akzent setzte anschließend eine Führung an der Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Im Rahmen einer Tunnelführung wurde die Geschichte der deutschen Teilung und der Fluchtbewegungen eindrucksvoll vermittelt – ein geschichtlicher Höhepunkt, der eng mit Berlin verbunden ist und gerade für die internationalen Gäste von besonderer Bedeutung war.










Den Abschluss der Jahresversammlung bildete ein gemeinsamer Abend, bei dem die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren konnten. In lockerer Atmosphäre wurde deutlich, was CARPE JUS auszeichnet: fachliche Exzellenz, persönliches Vertrauen und ein lebendiger europäischer Austausch. Für uns als Kanzlei HEGEWERK war es eine große Freude, Gastgeber dieser Jahresversammlung zu sein und das Netzwerk in Berlin zu empfangen.
CARPE JUS verbindet spezialisierte Kanzleien aus ganz Europa und ermöglicht eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Auch wir arbeiten regelmäßig netzwerkübergreifend, vermitteln Mandate an Partnerkanzleien im Ausland und übernehmen umgekehrt Fälle, die uns aus dem Netzwerk angetragen werden.